Was du wann pflanzt — und warum jetzt

Tulpen, Narzissen und Krokusse gehören von September bis November in den Boden — zweimal so tief, wie die Zwiebel hoch ist, Spitze nach oben, fertig. Der Trick ist nicht die Technik, sondern die Menge: Unter fünfzig Zwiebeln wirkt es wie ein Versehen. Ab hundert wie eine Absicht.
Wer natürlicher mag, wirft die Zwiebeln und pflanzt sie, wo sie liegen bleiben — Narzissen und Krokusse verwildern in der Wiese von selbst, Jahr für Jahr mehr.
Der September ist der Monat, in dem der Boden noch warm und die Luft schon kühl ist — ideale Anwachsbedingungen. Taglilien, Astern und Gräser jetzt ausgraben, mit dem Spaten dritteln, neu setzen, wässern. Was nach Zerstörung aussieht, ist Verjüngung: Geteilte Stauden blühen kräftiger als alte Horste.
Und wo Lücken bleiben: Jetzt öffnet das Versandfenster für winterharte Stauden — bis Ende November.


Kahle Stellen jetzt nachsäen — der Septemberboden keimt schneller als jeder Aprilboden, und der Herbstregen giesst mit. Danach kaliumbetont düngen: Kalium härtet die Gräser für Frost und Schneeschimmel. Stickstoff hat ab jetzt Pause, sonst treibt der Rasen weich in den Winter.
Wer im September sät und düngt, hat im Mai den Rasen, für den die Nachbarschaft keine Erklärung hat.





