Das Hochbeet, richtig gebaut
Kaum ein Gartenelement hat in den letzten Jahren so einen Lauf wie das Hochbeet — und das zu Recht: Es bringt den Gemüsegarten auf Arbeitshöhe, erwärmt sich im Frühjahr schneller als der Boden, hält die meisten Schnecken fern und macht selbst auf Kies oder Beton eine Ernte möglich. Damit es hält, was es verspricht, entscheidet aber weniger das Modell als der Ort: mindestens sechs Stunden Sonne, ein möglichst ebener Stand — und ein Wasserhahn in Reichweite, denn Hochbeete trocknen schneller aus als Bodenbeete.
Beim Material gilt dieselbe Logik wie bei Terrassen: Lärche und Douglasie vergrauen würdevoll und halten unbehandelt viele Jahre, Cortenstahl ist praktisch unverwüstlich und speichert Wärme, Stein ist für die Ewigkeit. Wichtiger als das Material ist der Wühlmausschutz: ein engmaschiges Gitter am Boden, bevor die erste Schicht hineinkommt.
Von unten nach oben
Für die erste Saison gilt: Die frische Füllung ist nährstoffreich — ideal für Starkzehrer wie Tomaten, Zucchetti, Kohl. Im zweiten Jahr übernehmen die Mittelzehrer (Salate, Rüebli, Zwiebeln), im dritten die Genügsamen (Kräuter, Bohnen, Erbsen). Danach wird nachgefüllt, und der Zyklus beginnt von vorn. Diese einfache Dreijahresfolge ersetzt im Hochbeet die grosse Fruchtfolge-Wissenschaft — und die Enttäuschung, wenn im dritten Jahr die Tomaten schwächeln.
