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PLANUNG — TITELGESCHICHTE

Vom Grundriss zum Raum

Gute Gärten entstehen im Februar: auf Papier, ohne Zeitdruck, mit ehrlichen Fragen. So planst du wie ein Profi — bevor der Frühling dich zu Schnellschüssen verführt.
Von Hand gezeichneter Gartenplan mit Bleistift auf Transparentpapier (KI-generiertes Bild)
Papier verzeiht alles: Der beste Ort für kühne Gartenideen ist der Zeichentisch im Februar.
FREIRAUM NO. 2 — PLANEN IM WINTER

Die meisten Gärten werden nicht geplant, sondern angesammelt: hier ein Beet, dort ein Trampolin, irgendwann ein Sitzplatz, wo gerade Platz war. Das Ergebnis funktioniert — aber es trägt nicht. Wer einmal erlebt hat, wie ein durchdachter Garten Morgensonne, Abendlicht und Blickachsen nutzt, versteht den Unterschied zwischen einer Fläche mit Pflanzen und einem gebauten Aussenraum.

Planung beginnt nicht mit Ideen, sondern mit Bestandesaufnahme. Ein Nachmittag genügt: Grundstück vermessen oder den Katasterplan der Gemeinde ausdrucken, dann eintragen, was sich nicht ändern lässt — Sonnenlauf über den Tag, Schattenwurf von Haus und Nachbargebäuden, schöne und hässliche Blicke, Wind, Zugänge, Leitungen. Diese Karte der Tatsachen ist mehr wert als jedes Inspirationsfoto, denn sie zeigt, wo welche Idee überhaupt eine Chance hat.

1

Aufnehmen, was ist

Messband, Katasterplan, ein ehrlicher Blick: Wo steht die Sonne am Feierabend? Wo sammelt sich Wasser? Was soll bleiben? Die Bestandesaufnahme ist die halbe Planung — und der Teil, den fast alle überspringen.
Person vermisst einen winterlichen Garten mit dem Messband (KI-generiertes Bild)
2

Räume zeichnen, nicht Beete

Profis zeichnen zuerst Blasen: Essen, Spielen, Ruhe, Nutzgarten, Kompost. Erst wenn die Räume und ihre Verbindungen stimmen, bekommen sie Kanten und Materialien. Wer mit Beeten beginnt, möbliert ein Zimmer, das noch keine Wände hat.
3

Wege als Dramaturgie

Der kürzeste Weg ist selten der beste. Ein Weg, der sich um ein Gehölz biegt und den Sitzplatz erst im letzten Moment freigibt, macht aus zweihundert Quadratmetern ein Erlebnis. Wege führen nicht nur Füsse — sie führen Blicke.
BEVOR DU ZEICHNEST

Die fünf Fragen vor dem ersten Strich

Wer nutzt den Garten?heute — und in zehn Jahren
Wie viel Pflege ist realistisch?Stunden pro Woche, ehrlich
Wo ist die Abendsonne?dort gehört der Sitzplatz hin
Was bleibt?jeder grosse Baum ist ein Startkapital
Was darf weg?auch Bestehendes kostet Platz
VOM PLAN ZUM PROJEKT
Vier Augen planen besser.
Viele Gartengestalter bieten die Planung als eigene Leistung an — vom Konzept bis zum Pflanzplan. Im Verzeichnis findest du sie nach Region.
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Garten wird vermessen (KI-generiertes Bild)
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